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Digitalisierungsindex Mittelstand 2018: Industrie in der digitalen Spitzengruppe

Digitalisierungsindex Mittelstand 2018: Industrie in der digitalen Spitzengruppe

Mittelständische Industrieunternehmen haben sich früher als andere Branchen mit den Chancen der digitalen Transformation auseinandergesetzt. Sie arbeiten mit Industrie 4.0-Lösungen, Big Data oder Machine Learning. Mit 58 Indexpunkten von 100 Punkten liegt die Industrie drei Punkte über dem branchenübergreifenden Durchschnitt und gehört deshalb im deutschen Mittelstand zu den digitalen Vorreitern. Zu diesem Ergebnis kommt der Teilbericht Industrie des „Digitalisierungsindex Mittelstand 2018“. Diese Benchmark-Studie hat techconsult zum dritten Mal im Auftrag der Deutschen Telekom erstellt. In 47 Prozent der Industrieunternehmen gehört die Digitalisierung sogar zur Geschäftsstrategie (Gesamtdurchschnitt aller Branchen: 45 Prozent). Den Spitzenwert von 100 Punkten könnte ein Unternehmen erreichen, wenn es sämtlichen digitalen Handlungsfeldern die höchste Relevanz zuordnen würde und dabei maximal zufrieden mit der Umsetzung wäre.

Digitale Transformation verbessert Kundenbeziehung

Die neue Europäische Datenschutzgrundverordnung und die Sorge vor Cyberattacken haben bei den Industrieunternehmen im vergangenen Jahr die Themen IT-Sicherheit und Datenschutz noch einmal besonders in den Fokus ihres digitalen Engagements gerückt und ihren Indexwert nochmal leicht auf 69 Punkte verbessert. Ebenfalls einen leichten Anstieg gibt es bei der Digitalisierung der Kundenbeziehungen (56 Indexpunkte). Die Unternehmen verwerten Daten für eine zielgenauere Kundenansprache und greifen auch mobil auf ihre Kundeninformationen zu. Das zahlt sich aus: 83 Prozent der Unternehmen, die die Kundeninformationen in professionellen CRM-Datenbanken systematisch erfassen und verarbeiten, haben die Kundenbindung optimiert. 82 Prozent der Betriebe, die mobil auf ihre Geschäftsanwendungen wie z.B. die Auftragsverwaltung zugreifen können, haben so effizientere interne Prozesse erreicht.

Bessere Prozesse mit dem Internet of Things

88 Prozent der befragten Industrieunternehmen konnten außerdem die Qualität ihrer internen Prozesse verbessern, weil sie ihre Produktionsanlagen und Maschinen vernetzten und nun zentral steuern und überwachen können. 79 Prozent der Unternehmen, die Cloud-Lösungen einsetzen, steigern dadurch die Verfügbarkeit und Performance ihrer IT. „Gerade das Internet of Things und die Cloud bieten der mittelständischen Industrie zahlreiche Chancen, um ihre bestehenden Geschäftsmodelle weiterzuentwickeln“, sagt Björn Weidenmüller, Leiter Vertrieb Großkunden von Telekom Deutschland. Etwa wenn Lichtspezialisten ihre Leuchtsysteme mit digitalen Services smarter machen – und sich auf diese Weise sämtliche Leistungsdaten auslesen, die Energiekosten überwachen und Wartungszyklen optimieren lassen.

Offene Digitalisierungschancen

Aber selbst die Industrie hat auf ihrem digitalen Transformationsweg noch jede Menge Wachstumspotenzial: Bislang werten erst 30 Prozent der Betriebe ihre Unternehmensdaten vollständig systematisch aus. Nicht einmal ein Drittel hat die eigenen Maschinen vernetzt und setzt umfassend auf die Maschine-zu-Maschine-Kommunikation (M2M). Weidenmüller: „Auch in der Industrie gibt es noch zahlreiche digitale Hebel, mit deren Hilfe die Unternehmen ihren Umsatz und die eigene Wettbewerbsfähigkeit steigern können.“

Digitale Kompetenz: Unternehmen setzen auf Weiterbildung

Um auf dem digitalen Transformationsweg schneller voranzukommen, schult nahezu die Hälfte der befragten mittelständischen Unternehmen derzeit die digitalen Fähigkeiten von Führungskräften und ausgewählten Mitarbeitern. Denn nur 38 Prozent der Industrieunternehmen ab 50 Mitarbeitern halten ihre Beschäftigten in Sachen digitale Wirtschaft für optimal qualifiziert, bei kleinen Unternehmen sind sogar nur 28 Prozent dieser Meinung.

Digitale Transformation lohnt sich

Denn dass sich die digitale Transformation auszahlt, zeigt die Studie schon heute deutlich: Bei 39 Prozent der deutschen Industrieunternehmen haben sich die Kosten des digitalen Wandels schon amortisiert. Noch besser sieht es bei den digitalen Vorzeigeunternehmen aus. Bei deutlich mehr als der Hälfte der Digital Leader übersteigt der Nutzen der Digitalisierung deren Kosten. Die Digital Leader – also jene zehn Prozent der Unternehmen, deren Digitalisierung am weitesten fortgeschritten ist – kommen im Index auf 90 Punkte. Sie sind mit ihren Unternehmenskennzahlen deutlich zufriedener als die übrigen Betriebe der Branche.

Auf der Webseite sind alle Branchenteilberichte sowie die Gesamtstudie zu finden. Unternehmen können hier auch den Self-Check durchführen und in wenigen Minuten ermitteln, wie digital ihr Unternehmen unterwegs ist.

www.digitalisierungsindex.de

www.telekom.com

Text- und Bildquelle: Deutsche Telekom AG

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Veröffentlicht von

Martina Laun

Wenn es mir gelingt, mit den von mir ausgewählten technischen Informationen Betriebsleiter bei ihrer Arbeit zu unterstützen, ist meine Mission erfüllt.

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