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Hannover Messe 2018: Predictive Maintenance spart Kosten und minimiert Ausfallrisiken

Hannover Messe 2018: Predictive Maintenance spart Kosten und minimiert Ausfallrisiken

Hannover Messe 2018: Predictive Maintenance spart Kosten und minimiert Ausfallrisiken

Vorausschauende Lösungen für die zustandsbasierte Wartung (Predictive Maintenance) werden für die Nutzer von Maschinen und Anlagen immer wichtiger, da so Kosten gespart und Ausfallrisiken minimiert werden können. Welche neuen Produkte und Lösungen am Markt verfügbar sind, erfahren die Besucher der Integrated Automation Motion & Drives (IAMD) in den Hallen 22 und 23 im Rahmen der Hannover Messe vom 23. bis 27. April. 

„Dort zeigen Unternehmen, welchen Nutzen die Verbindung von Antriebstechnik und Steuerungstechnik mit cloudbasierten Diensten und Machine Learning bietet. Besucher erfahren praxisnah, welche technischen und kommerziellen Vorteile Maschinenbetreiber und Instandhalter in der Produktion haben, wenn sie ihre Wartungskonzepte nach den Grundsätzen von Industrie 4.0 gestalten“, sagt Krister Sandvoss, Global Director IAMD bei der Deutschen Messe AG.

Nicht nur die großen Player der Industrie, sondern auch die Spezialisten der Messtechnik und Sensorik entwickeln Lösungen für die bedarfsgerechte vorausschauende Wartung. Darüber können sich die Messebesucher auf dem Gemeinschaftsstand „Predictive Maintenance“ in Halle 22 informieren. Hier wird gezeigt, wie der „Blick in die Maschine“ gelingt und welchen Nutzen Anwender daraus ziehen können.

Basis vieler Systeme zur vorausschauenden Instandhaltungen sind Sensoren, die Schall und/oder Schwingungen erfassen. Aus den Daten, die von den Sensoren ermittelt werden, lassen sich Rückschlüsse zum Beispiel auf den Zustand von Wälzlagern oder kompletter Antriebe ziehen. Bei Elektromotoren sind Temperaturfühler wichtige Indikatoren, denn Überhitzungen geben Hinweise auf Defekte, die zu Ausfällen führen könnten. In der Automatisierungstechnik nutzt man die Temperatur als Parameter für den Zustand der Komponenten im Schaltschrank und kann frühzeitig reagieren, wenn Unregelmäßigkeiten auftreten.

Diese Methode der zustandsbasierten Wartung erhöht nicht nur die Verfügbarkeit von Maschinen und Anlagen. Sie ermöglicht auch neue Geschäftsmodelle für die industrielle Fertigung. Zum Beispiel können Maschinenhersteller ihren Kunden neue Servicekonzepte nach dem Prinzip „Wartung on demand“ anbieten. Solche Dienste bieten konkreten Nutzen und sind zunehmend gefragt. Voraussetzung ist allerdings eine intelligente Auswertung großer Datenmengen. Professor Felix Wortmann, wissenschaftlicher Leiter des Bosch IoT-Labs an der Hochschule St. Gallen: „Die nächste große Servicewelle wird durch Data Analytics getrieben“.

Insgesamt ist die zustandsbasierte Wartung ein wichtiger und praxisgerechter Bestandteil von Industrie 4.0. Da sie ganze Anlagen und Werke erfasst, beschränkt sich ihr Einsatzbereich nicht auf die elektrische Antriebstechnik und die Steuerungstechnik. Auf der IAMD zeigen führende Anbieter auch Predictive Maintenance-Lösungen für die Hydraulik – hier liefert der Zustand der Hydraulikflüssigkeit Aufschluss über das Gesamtsystem – und die Pneumatik. Als Stellglieder für viele Maschinenfunktionen haben Pneumatikventile großen Einfluss auf Anlagenverfügbarkeit, Maschinensicherheit, Energieeffizienz oder auch den Rohstoffverbrauch. Die Ventilkennwerte dienen hier somit als Fenster zum Prozess und ermöglichen eine Prognose, wann einzelne Komponenten kritische Grenzwerte erreichen. Auch hier ist das Ziel, Ausfälle zu vermeiden und noch funktionierende Bauteile nicht unnötig auszutauschen.

HANNOVER MESSE

Text- und Bildquelle: Deutsche Messe

Veröffentlicht von

Martina Laun

Wenn es mir gelingt, mit den von mir ausgewählten technischen Informationen Betriebsleiter bei ihrer Arbeit zu unterstützen, ist meine Mission erfüllt.

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