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Intelligente Busleitung für sichere Automation

Intelligente Busleitung für sichere Automation

Ein neues Konzept zur intelligenten Überwachung von Busleitungen in e-kettensystemen hat igus auf der SPS IPC Drives 2018 präsentiert. Durch die frühzeitige Alarmierung schon bei kleinsten Veränderungen der Übertragungseigenschaften erkennt das CF.D-System drohende Anlagenstillstände rechtzeitig. Hohe Kosten bei ungeplantem Produktionsausfall werden so vermieden.

Die mechanischen Belastungen in Energieketten verändern früher oder später die Übertragungseigenschaften von Busleitungen. Neben linearen Verfahrwegen gilt dieses auch für dreidimensionale Bewegungen, beispielsweise bei Schlauchpaketen am Roboter. Das Resultat: Störungen in der Datenübertragung oder sogar unvorhergesehene Anlagenausfälle. Das Konzept, das der motion plastics Spezialist igus auf der SPS IPC Drives vorgestellt hat, ermöglicht es, bereits im Vorfeld eine Beeinträchtigung der verwendeten chainflex Busleitung rechtzeitig zu erkennen. Das intelligente System besteht aus einer Auswerteinheit und einem Responsemodul. Diese werden jeweils am Anfang und Ende der mechanisch belasteten Busleitung eingefügt. Die Auswerteinheit wird üblicherweise im Schaltschrank auf der Festpunktseite platziert, das Responsemodul im Verteilerkasten auf der Mitnehmerseite. Zwischen beiden werden spezielle Datenpakete zu Messzwecken übertragen und die Leitungsqualität anhand der steigenden Anzahl an verlorenen oder beschädigten Paketen permanent bewertet. Bei Überschreiten eines vordefinierten Wertes wird der Kunde über eine gelbe LED und das Schalten eines Kontaktes alarmiert. Ebenfalls kann diese Warnschwelle über das angeschlossene Netzwerk abgefragt und die gegenwärtige Situation in einem Webbrowser dargestellt werden. Das Überschreiten einer zweiten Warnschwelle wird über eine rote LED signalisiert und zeigt einen Ausfall der Busübertragung an, so dass der Fehler durch einen Blick in den Schaltschrank schnell lokalisiert werden kann.

Das neuartige System ermöglicht erstmals das Überwachen einer Leitung im dynamischen Betrieb, und das ohne zusätzliche Messadern oder Opferleitungen. CF.D integriert sich dabei in die isense Umgebung für vorausschauende Wartung. Unter diesem Begriff hat igus seit 2016 eine Produktfamilie im Programm, bei denen unterschiedliche Sensoren und Überwachungsmodule die motion plastics Produkte wie Energieketten, Leitungen, Linearführungen und Rundtischlager intelligent machen. Sie erfassen unter anderem im laufenden Betrieb den Verschleiß und geben Alarm, sobald eine Reparatur oder ein Austausch erforderlich ist. Durch die Vernetzung mittels igus Communication Modul (icom) wird die Online-Statusanzeige mit Alarmierungsmöglichkeit, zum Beispiel über PC, Tablet oder Smartphone ebenso möglich sein, wie eine direkte Integration in die unternehmensweite Infrastruktur. Diese smart plastics sagen bereits heute die Lebensdauer in zahlreichen Kunden-Anwendungen voraus, wie etwa in der Automobilindustrie.

Als nächster Entwicklungsschritt ist die zunehmende Integration der Bauelemente geplant, wie beispielsweise die Integration des Empfängers in ein Steckergehäuse. Interessierte Betatester können sich unter smartplastics@igus.net bei igus melden.

Text- und Bildquelle: Igus

Veröffentlicht von

Martina Laun

Wenn es mir gelingt, mit den von mir ausgewählten technischen Informationen Betriebsleiter bei ihrer Arbeit zu unterstützen, ist meine Mission erfüllt.

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